"Mein Beruf ist einzigartig" - sagt Gavin Ahlf-Dörnte

Gavin Ahlf-Dörnte ist 22 Jahre alt und steckt mitten in der Teilzeitausbildung zum Erzieher. Seine ausbildungsintegrierte, praktische Tätigkeit absolviert er dabei in einer Wohngruppe des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs in Uslar. Für 9 Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren trägt er dabei Mitverantwortung. Ein echter Glücksfall für den 22-jährigen, denn in dieser sozialen und abwechslungsreichen Aufgabe hat er seinen Traumberuf gefunden. „Ich bin in die soziale Branche wohl einfach reingerutscht, denn meine Eltern sind beide auch in sozialen Berufen tätig. Aber mit Menschen zusammen zu arbeiten macht einfach Spaß und ich liebe diese Herausforderung in meinem Job“ erzählt der junge Mann.

 

Den richtigen Job gefunden!

Bevor Gavin Ahlf-Dörnte in seine Erzieherausbildung startete und eine Anstellung in der Wohngruppe fand, absolvierte er die Ausbildung zum Sozial-Assistenten. Dort war er in einer KiTa tätig. Den Unterschied zwischen dem Einsatz dort und dem in einer Wohngruppe empfindet der Auszubildende als deutlich. „Es ist immer wer im Dienst in der Wohngruppe und daher fühlt es sich an wie in einer großen Familie. Für mich ist es ein entspanntes Arbeiten, weil die Kinder dort so viel zurückgeben.“ Viele seiner Mitauszubildenden sind in Kindertagesstätten oder Kindergärten untergekommen, aber der stationäre Bereich mit den Anforderungen des Alltags ist genau sein Ding. Besonders in Bezug auf die Lerninhalte bringt das Arbeiten mit Jugendhilfekindern in der Wohngruppe sehr viel. So zeigt sich sehr viel arbeitsperspektivischer Einblick und Zusammenhänge können in der Praxis vertieft werden. Denn noch ist die thematische Unterrichtseinheit für den stationären Bereich im schulischen Teil sehr kurz und oberflächlich. Zum Glück soll sich dies künftig ändern. Für Gavin Ahlf-Dörnte stellt diese Problematik jedoch keine große Herausforderung dar, denn die Kollegen in der Wohngruppe stehen ihm stets unterstützend zur Seite und so lernt er eben im theoretischen, wie im praktischen zugleich und vor Ort.  

Auch aufgrund der Erfahrung, welchen Wert die Arbeit mit Jugendhilfekindern im stationären Bereich hat und dass es unter Kollegen stets ein Miteinander bedeutet, steht für den 22-jährigen schon fest: „In der Zukunft möchte ich genau dort sein, wo ich jetzt auch bin. Hier fühle ich mich wohl“. Ob dann noch als Erzieher oder sogar in einer verantwortungsvolleren Rolle, wird sich zeigen. Einer Weiterbildung ist Gavin Ahlf-Dörnte keinesfalls abgeneigt und das Albert-Schweitzer-Kinderdorf bietet ihm auch hier zahlreiche Möglichkeiten. Bisher hat er an einer Computerprogrammschulung teilgenommen und das Fortbildungsangebot „PART“ wahrgenommen. Dort bekam er Wege aufgezeigt, wie er sich in heiklen Situationen verhalten kann. Wertvolles Wissen, welches Gavin Ahlf-Dörnte aber glücklicherweise noch nicht anwenden musste. Schon als Auszubildender kann er also dem Wunsch nach Fort- und Weiterbildungsangeboten – angepasst an individuelle Wünsche und Möglichkeiten – folgen. Die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten im Sinne des Berufes gehören zum Arbeitgeberkonzept des Kinderdorfs und dem übergeordneten gemeinnützigen Verein – dem Albert-Schweitzer-Familienwerk.

Voll anerkannt

Auch, dass er schon jetzt in arbeitsteilige Prozesse voll einbezogen wird, weiß der angehende Erzieher sehr zu schätzen. Von Mitauszubildenden hat er erfahren, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Selbstbestimmtes Arbeiten eröffnet ihm neue Erfahrungshorizonte und tiefgreifende Lernprozesse. Ein regelmäßig stattfindendes Reflexionsgespräch sorgt zudem für zeitnahes Feedback. Auch die turnusmäßig stattfindenden Teamsitzungen hält Gavin Ahlf-Dörnte für mehrfach wertvoll. Nicht nur der essentielle Austausch der Kollegen, die Erfahrungen und Vorkommnisse im Arbeitsalltag betreffend, wird dort thematisiert. Es besteht auch die Möglichkeit für individuelle Fragestellungen und Unterstützungsmöglichkeiten. Von dieser Teamarbeit profitieren selbstverständlich auch die Kinder. So bilden Reflexionsgespräche, Teamsitzungen und auch die regelmäßige Supervision ein großes Ganzes, das einen möglichst reibungslosen Arbeitsablauf garantiert, Probleme frühzeitig erkennt und zielgerichtet für alle Beteiligten in die richtigen Bahnen lenkt.

„Ich spüre viel Rückhalt und Unterstützung, das macht das Albert-Schweitzer-Kinderdorf für mich zu einem sehr empfehlenswerten Arbeitgeber.“ 

Und der Job in einer stationären Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe? Auch die Antwort fällt dem 22-jährigem nicht schwer zu geben: „Der Beruf ist einzigartig, bringt jeden Tag etwas neues. Man lernt zudem offen zu sein, weil man so viel mit Menschen zusammen arbeitet und so ist er auch eine Bereicherung für einen selbst.“

Offene Türen für Fachkräfte!

Engagierte und motivierte Fachkräfte werden im Kinderdorf Uslar immer gesucht. Erzieher, Heilerziehungspfleger und Sozialpädagogen finden im Kinderdorf eine Anstellung als tatkräftige Unterstützung in den Familien, oder können selbst zur Erziehungsstellenleitung oder Kinderdorffamilienleitung werden. Hier auf der Webseite sowie telefonisch unter: 05571 – 9237 11 gibt es mehr Informationen zum Jobangebot.