"Die Römer kamen wieder" - Zum Feiern ans Harzhorn

Die römisch-germanische Schlacht ist seit der Entdeckung römischer und germanischer Waffen sowie Ausrüstungsgegenstände am Harzhorn in aller Munde. Rund 150 Mitarbeiter des Familienwerks aus ganz Niedersachsen wollten dem Hype genauer auf den Grund gehen und versammelten sich zu einer Mitarbeiterfete der ganz besonderen Art. Ein großer Teil der Mitarbeiter war zum Feiern und für die historischen Aktionen extra mehrstündig im Bus unterwegs, doch auch die Einheimischen wussten nicht, was sie erwartet.

Ausgangspunkt der >>Reise in die Vergangenheit<< war Harriehausen. Und spätestens, als Familienwerks-Geschäftsführer Martin Kupper dort seine Begrüßungsrede in voller Schlachtfeldmontur hielt, wurde der Ernst der Lage auch dem letzten Teilnehmer bewusst. Berufsgruppen innerhalb der Familienwerkstruktur wie Sozialpädagoge oder Heilerziehungspfleger, Altenpfleger, Psychologe oder Verwaltungsfachangestellter waren für diesen Nachmittag in Vergessenheit geraten. Frisch gestärkt marschierte man ab Harriehausen nämlich gemeinschaftlich in Legionen. Als Anführer fungierte jeweils ein Harzhorn-Guide und so kam es, dass Spaziergängern am vergangenen Samstag der „III Gallica“, der „II Traiana Fortis“ oder auch der „XX Valeria Victrix“ über den Weg laufen konnten. Allesamt waren ihres Zeichens einst römische Legionen. Siegessicher zogen sie an diesem Wochenende mit ihren Mitstreitern wieder durch Wald und Flur und übten sich vorsorglich im Speerwurf oder spielten Hapastum – eines der beliebtesten römischen Ballspiele der Antike. Besonders spannend aber wurde es, wenn die Legionen neben den vielen authentischen Spielaktionen aufeinandertrafen. Mit selbstgemachten Schilden ausgestattet, verteidigte jede Legion spaßhaft ihren Platz. Jesco Breder – Mediengestalter im Familienwerk – zeigt sich begeistert: „Es hat richtig Spaß gemacht, die Geschichte rund ums Harzhorn so aktiv und spielerisch zu erfahren. Auch dass wir Mitarbeiter aus ganz Niedersachsen durch die Fete mal persönlich aufeinandergetroffen sind ist eine tolle Sache, denn sonst kennt man sich ja nur vom Telefon.“

Begegnung, Spaß und Abenteuer: Dem Organisationsteam der Familienwerkseinrichtung „Die Wegbegleiter“ aus Bad Gandersheim ist wirklich ein Clou gelungen.

Ein weiteres Mal abenteuerlich wurde es nach den spielerisch geschlagenen Schlachten, denn dann galt es für die Legionen, geordnet eine moderne Landstraße zu überqueren. Mit allen relevanten Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet geschah auch das in römischer Tradition und Einheit. Per Flyer und unter der spannenden Fragestellung „Wie überquert eine Legion eine Straße?“ wurden die rund 150 Teilnehmer sicher auf zu neuen Gebieten geführt. Bevor es mit dem großen Feste aber losgehen konnte, stand den Legionen eine lange Wanderung bevor. Mit römischen Quizspielen, Snacks und Getränken ging es 7,5 Kilometer querfeldein.

Die festlich geschmückte Auetalhalle wurde postwendend zum Endziel auserkoren. Dort feierte man bei Speis und Trank sowie rhythmischen Klängen der neuzeitlichen Formation „DustPipes“ noch bis in die späten Abendstunden ausgelassen zusammen.

„Das war genial. Ein Ausflug mit Freunden.“ schwärmt auch Erzieherin Janine Herms, die extra aus dem hohen Norden angereist ist, über die Veranstaltung.  Und auch Mitarbeiterin Andrea Keller, die zum ersten Mal auf der Mitarbeiterfete des Familienwerks war, möchte ihr Lob weitergeben: „Danke an die Organisatoren. Ich kenne Betriebsfeiern, doch eine so gut geplante und strukturierte Mitarbeiterfete mit hohem Freizeitwert habe ich noch nicht erlebt. Wir wurden sogar zum Treffpunkt und wieder zurück gefahren, das halte ich nicht für selbstverständlich. Dazu fanden sich Pavillons zum Unterstellen an allen Aktionsständen sowie reichlich Essen und Trinken. Selbst an die Vegetarier und Veganer wurde gedacht. Ich bin wirklich sehr beeindruckt, wieviel Gedanken man sich um unser Wohl gemacht hat.“