Emotionen und Effizienz im Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V.

Niedersachsen: Coronabedingt hat keine Mitgliederversammlung des gemeinnützigen Vereins stattgefunden. Doch das Kuratorium tagte erstmals virtuell. Nach nur 2 Stunden war die prall gefüllte Tagesordnung abgearbeitet. Emotional war der Abschied von Vorstandsmitglied Edda Contenius (Holzminden), die nach 30 Jahren Verantwortung nicht wieder kandidierte. Lob, Dank und großer Respekt für die Leistungen der Belegschaft in der Corona-Pandemie sowie allerhöchste Anerkennung für das Meistern dieser besonderen Herausforderungen sind die wichtigsten Botschaften aus der diesjährigen Kuratoriumssitzung.
 
Mit Hochachtung haben die Gremien die Berichte über die Arbeit in den Einrichtungen und der Geschäftsstelle und alle damit verbundenen Schwierigkeiten aber auch Erfolge zur Kenntnis genommen. Vorab haben alle Einrichtungsleiter Videoberichte abgegeben. Das gute wirtschaftliche Ergebnis in dieser schwierigen Zeit wurde gelobt, ebenso die vielfach verbalisierte aber auch monetär dokumentierte Anerkennung an die Mitarbeitenden gewürdigt. Je nach Arbeitszeit erhielt jeder Mitarbeiter bis zu 500 €. Die formale Mitgliederversammlung ist für Juni 2021 geplant.
Geschäftsführer Martin Kupper: „Wir sind stolz, dass wir trotz der Krise solide dastehen. Und wir werden uns auch künftig solide und sicher weiterentwickeln. Im kommenden Jahr feiern wir unseren 60. Geburtstag.“
Wirtschaftsprüfer Martin Zabel (Göttingen) konnte von dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk berichten. Die umfangreiche Prüfung des Zahlenwerks erfolgte ohne Einwände. Finanzleiterin Astrid Walter präsentierte im Haushaltsbericht ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen mit den Zahlen der Jahre 2019 bis 2021, die im kommenden Jahr beschlossen werden.
 
Weichenstellungen: Blick in die Zukunft
Mit einem einstimmigen Votum hat das Kuratorium die Weichen für die zukünftige Entwicklung des Familienwerks gestellt: Zweck, Identität und Selbstverständnis des Vereins sollen künftig unter Leitung eines hauptamtlichen Vorstands und eines in den Aufgaben gestärkten Kuratoriums erfolgreich weiterentwickelt werden.
Ebenso einstimmig wurde Angela Schürzeberg als Nachfolgerin von Edda Contenius in den Vorstand gewählt. Angela Schürzeberg (früher Landrätin Holzminden) tritt ihr Amt engagiert und dankbar an in dem Wissen, dass ihre Amtszeit durch die gewollte Änderung der Gremienstruktur begrenzt ist.
 
Trotz der großen Distanz der Akteure erlebte Edda Contenius einen emotionalen Abschied.. Mit größtem Dank, virtuellem Applaus und unter den Augen des Namensgebers Albert Schweitzer wurde Edda Contenius nach 30 Jahren enthusiastischen ehrenamtlichen Engagements, davon 25 Jahre im Vorstand des Vereins, aus den Gremien verabschiedet. Als Präsent stand Ihr Lieblingsbild als Kunstdruck des Künstlers Max Pechstein bereit.
 
Bild: Bewegender Abschied nach 30 Jahren. Edda Contenius kandidierte nicht wieder für den Vorstand des Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. Es lohnt sich sehr sich für diesen Verein einzusetzen, war ihr Fazit.