Albert-Schweitzer-in-memoriam-Konzert beeindruckt mit vielfältigem Orgelspiel und spannenden Lesungen aus Albert Schweitzers Leben

 
Menschen, Musik und die gute Tat:
 
[Uslar/Hannover]- Wirklich groß war der Besucheransturm in der Hannoveraner Marktkirche am vergangenen Samstagabend und ebenso grandios war die Stimmung in der vollbesetzten Kirche. „Ein voller Erfolg“, waren sich Vorstandsvorsitzender Dr. Omar Mahjoub und Marketingleiter sowie Moderator Jörg Grabowsky beim Blick auf die Besucherreihen im Mittelgang und links dessen einig.
 
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Zum siebten Mal infolge lud das Albert-Schweitzer-Familienwerk Niedersachsen e.V. Interessierte nach Hannover zum Orgelkonzert im Gedenken an Namensgeber Albert Schweitzer ein. Der Humanist, Arzt, Philosoph und sogar Friedensnobelpreisträger wäre in diesem Jahr 145 Jahre alt geworden und an ihn soll das jährliche Konzert „Augen und Ohren auf für Albert Schweitzer“ in fröhlicher Manier erinnern. Der Termin wird daher bewusst stets nah an seinen Geburtstag, den 14. Januar gelegt.

Das diesjährige Konzertmotto verband historisches und kulturelles Musikwerk, mit neuzeitlicher Gemeinschaft: „Ein europäischer Orgelspaziergang“ lautete die Devise des kurzlebigen Abends. Das Konzept der Familienwerksveranstaltung und das diesmalige Motto kamen offenbar großartig beim Publikum an, denn noch kurz vor Beginn des Konzertes mussten weitere Stuhlreihen aufgestellt werden: Der Besucheransturm war noch nicht abgeebbt. Den Stimmen aus dem Publikum „Spektakulär“, „Erfrischend“ und „Meisterhaft“ ist kaum noch etwas hinzuzufügen. Besonders das Spiel auf der kleinen italienischen Orgel aus dem Jahre 1780 beeindruckte das Publikum. Das dabei zum Einsatz gekommene so genannte „Vogelregister“ verlieh dem Stück „Impro con usignolo“ noch einmal mehr Lebendigkeit.
 
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Die Tradition hat sich herumgesprochen
Was im Jahr 2014 in der Kreuzkirche als kleines Event begann, ist inzwischen zu einem kulturellen Highlight geworden. Mittlerweile kommen viele Gäste auch von weiter her immer wieder. Das bunte Programm aus virtuosem Orgelspiel und erfrischenden Lesungen aus Schweitzers Leben gefällt ihnen. Natürlich haben viele Gäste auch eine Verbundenheit zum Albert-Schweitzer-Familienwerk. Doch immer mehr Kulturliebhaber entdecken die Vorzüge des Sinnesabends für sich. Und eine Anregung für den Seh- und Hör-Sinn ist der Konzertabend allemal. Es gibt nicht nur das professionelle Spiel und die informativen Lesungen, sondern auch viel zu Staunen in der atmosphärisch geschmückten Marktkirche, die durch spezielle Beleuchtungseffekte noch zauberhafter gestaltet wird.
Der Trick trotz Tradition besonders zu bleiben

Doch trotz aller geliebter Tradition: Das Albert-Schweitzer-Familienwerk schafft es in jedem Jahr erneut, sein Publikum zu überraschen. Neben einer sehr abwechs-lungsreichen musikalischen Stimmung, die der originellen Stückwahl und ihrer Zuordnung verschiedener traditions-reicher Länder sowie ebenso Zeitepochen zu verdanken war, entzückte Organist Ulfert Smidt die Zuhörer mit dem abwechslungsreichen Spiel auf gleich drei Orgeln. Dabei waren die kleine italienische Orgel aus dem Jahre 1780, die am Abend direkt vor dem Altarraum ihren Platz fand; die Chor-Ensemble-Orgel und die 14 Tonnen wiegende Goll-Orgel.
 
Musikliebhabern blieb dabei nicht nur der Genuss der schwebenden Töne, die virtuos von Cheforganist Ulfert Smidt gespielt wurden und die genießerische Gedanken zwischen zarter Träumerei und dynamischer Dramatik zuließen. Durch geschickt aufgebaute Technik war es den Konzertbesuchern in der Marktkirche auch wieder möglich, das geschickte Fingerspiel des Profimusikers mit ihren Blicken zu verfolgen.
Die erheiternden Lesungen aus Albert Schweitzers Leben wurden wieder einmal mit Charme, Mut und Leseverständnis von Schülern der IGS Bothfeld vorgetragen, die zuvor den schulinternen Lesewettbewerb gewonnen hatten. Mutig prä-sentierten die drei Sechstklässler dem mehr als 500 Besucher starkem Publikum ihr beeindruckendes Lesekönnen. Dafür wurden alle mit aufbrandendem Applaus belohnt.
„Nach solch einem Erfolg stellt sich die Frage nach einem nächsten Mal gar nicht“ betont Familienwerks-Marketingleiter und Moderator des Abends Jörg Grabowsky. „Wir setzen die Tradition auf jeden Fall fort. Im kommenden Jahr vermutlich am 16. Januar. Das Orgelspiel und die Lesungen der Schüler von der IGS-Bothfeld werden feste Programmpunkte sein.“ Und mit einem zwinkernden Auge verrät Jörg Grabowsky zudem noch etwas: „Obenauf wird uns sicher wieder eine Überraschung einfallen. Ich freue mich, Sie in 2021 wieder oder neu begrüßen zu dürfen.“
 
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