FAQ

Ein Beruf, der so weit ins private Leben hineinreicht wie der der Kinderdorfeltern in einem Albert-Schweitzer-Kinderdorf, wirft viele Fragen auf. Die grundlegenden Fragen möchten wir hier beantworten.

Ja, natürlich. Sie haben Anspruch auf Freizeit und geregelten Urlaub. Je nach Familiengröße unterstützen ErzieherInnen und eine Haushaltshilfe im Familienalltag.

In der Regel wird ein Kinderdorfelternteil fest in Vollzeit angestellt. Der andere Partner geht außerhalb des Kinderdorfs seinem Beruf nach und wirkt ehrenamtlich mit.

Albert-Schweitzer-Kinderdorfeltern sind in ein sozialpädagogisches Fachteam eingebunden. Sozialpädagogen und Erzieher sowie externe Therapeuten unterstützen die Arbeit. Sie arbeiten mit Institutionen und Ämtern zusammen. Supervision und Fortbildung sind selbstverständlich. Die Bereichsleitung stellt eine 24-stündige Unterstützung sicher. Bei den regelmäßigen Team- und Reflexionsgesprächen sowie bei Supervisionen werden alle Probleme geklärt.

Die betreuten Kinder besuchen öffentliche Schulen und andere Einrichtungen in der Umgebung.

Erfahrungsgemäß wägen Paare den Schritt zum Kinderdorfeltern-Beruf sorgfältig ab. Sie entscheiden sich erst dafür, wenn sie glauben, dass ihre Kinder mit der neuen Familie zurechtkommen. Sehr wichtig ist, dass die Kinder – falls sie dazu alt genug sind – der Vergrößerung der Familie zustimmen. Schließlich erfordert das Zusammenleben in der neuen Familie von allen Beteiligten einen großen Einsatz.

Ja, der Kontakt der Kinder und Jugendlichen zu ihren Herkunftsfamilien ist sehr wichtig und wird – wo es möglich ist – erhalten oder neu aufgebaut. Sie arbeiten daher mit den Familienangehörigen zusammen. Das ist nicht immer einfach, aber für die Entwicklung der Kinder unerlässlich. Stabilisiert sich die Situation in der Herkunftsfamilie, werden die Kinder zurückgeführt.

Das Albert-Schweitzer-Familienwerk legt großen Wert auf die bestmöglichen Arbeits- und Sozialbedingungen der insgesamt 900 Mitarbeitenden. Der gemeinnützige Verein zahlt nach Haustarifvertrag ((ähnlich TVÖD/TV-L) mit einer Jahressonderzahlung und einer arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung. Als eine echte Besonderheit bietet der Verein den Service einer anonymen, telefonischen und/oder persönliche Sofortberatung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Familienangehörige zu allen privaten, beruflichen und psychologisch-gesundheitlichen Anliegen inkl. Recherche- und Familienservice sowie Ärzte-Service (Hotline).

Neben den Kinderdorffamilien gehören zum Portfolio des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes in Uslar Erziehungsstellen, die Fachberatung Pflegestellen, die Wohngruppe “An der Ahle”, die Wohngruppe Teichhof, das Jugendwohnen, der kleine Kindergarten, ein Jugendcamp und das Berufsförderzentrum.

Harald Kremser
Natascha SuraceEinrichtungsleiterin
Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V.
Kinderdorf Uslar
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