Künstlerische und kreative Talente in der Rehabilitations-Gruppe des Familienwerks

[Uslar] Sich gegenseitig im eigenen Können zu bestärken, ist eine der Aufgaben der Ak¬teure der Rehabilitations-Malgruppe des Albert-Schweitzer- Familienwerks. Donnerstags kommen die Teilnehmer in den Räumen der Kreisvolkshochschule an der Gerhart-Hauptmann-Straße in Uslar zusammen. Moderiert werden die Treffen von Ute Engelhardt und Erika Peschke.

 

Eines der Talente ist Petra Zeugner-Schünke. Die 57-Jährige ist seit 2010 in der Gruppe und hat ihren Mitstreitern schon öfter Gedichte und Geschichten vorgelesen. „Die Gruppe ist mir dabei eine gute Hilfe“, sagt die Bad Gandersheimerin, die früher als Tischlergesellin, Verkäuferin und Bauzeichnerin gearbeitet hat.

Teilhabe am Leben

Ute Engelhardt findet die Geschichten und Bilder so schön, dass sie der Ansicht ist, dass sollten viele Leute erfahren. Schließlich geht es in der zwölfköpfigen Gruppe auch mit darum, dass man durch eigene Aktivitäten wieder mehr am Leben teilhaben kann. Petra Zeugner-Schünke liegt das Schreiben. „Seit meinem sechsten Lebensjahr will ich die Dinge schreiben, die mich bewegen. Mein Kopf ist voller Ideen für Gedichte und Geschichten“, sagt die vierfache Mutter und Großmutter.

Hilfsmittel sind ein Diktiergerät für spontane Einfälle und eine Kamera für Naturmotive. „Ich gehe achtsam durch die Welt und halte Dinge im Bild und Wort fest“, beschreibt die Gandersheimerin ihre Motivation.

Rund 100 Kurzgeschichten und Gedichte seien mittlerweile entstanden, beschreibt sie ihre Arbeit. Gern würde sie ihre Werke binden lassen und vielleicht sogar verkaufen. Die Bilder mit Sprüchen seien sogar als Postkarten geeignet, ergänzt Ute Engelhardt. Im Internet stellt sich Petra Zeugner-Schünke bei den „Die Schreiberlingen“ dem Vergleich. Die Geschichten würden da anonym bewertet. Einige ihrer Werke seien schon gut angekommen.

Neuestes Werk: Fundsache

Dabei geht es um Menschen und deren Gefühle in verschiedenen Lebenslagen, die sie in Worte fasst. Manchmal geben neben der Familie auch die Teilnehmer der Reha-Malgruppe ein Stück weit Hilfestellung. Etwa bei ihrer Geschichte „Fundsache“, in der Zeugner-Schünke in der Ich-Form über einen Job in einem Freizeitpark schreibt und darin fantasievoll auch ihre Träume und Wünsche aufar¬beitet. „Wir haben schon wunderschöne Gedichte gehört und sind begeistert von dem Talent in unserer Runde“, heißt es von Moderatorin Engelhardt. (jde)

Kontakt per E-Mail: petra-zeuschuenker(at)aol.de