Der Regen hatte keine Chance: Albert-Schweitzer-Kindertag bei strahlendem Sonnenschein ein voller Erfolg

[Uslar] - Die Lange Straße in der Innenstadt hatte sich in einen riesigen Kinderspielplatz verwandelt, als der Albert-Schweitzer-Kindertag stattfand: Bunte Luftballons ragten in die Höhe, der Duft gebrannter Mandeln lag in der Luft und überall sorgten Spielzelte, Hüpfburgen und Kinderkarussells für fröhliche Gesichter. Am 2. Juni sorgten viele fleißige „Helferlein“ vom Albert-Schweitzer-Familienwerk dafür, dass das große Fest für kleine Leute steigen konnte.
 
Mitarbeiter trotzen dem Regen
 
Auch, wenn unaufhörlicher Regen am Vormittag noch die eine oder andere Verzögerung beim Aufbau mit sich brachte, wollte sich keiner der Organisatoren im Vorhaben stoppen lassen. Während alle anderen schon dachten, das Fest würde abgesagt, schleppte das Team vom Albert-Schweitzer-Familienwerk fleißig Kisten und baute dennoch Zelte auf. „Warum sollten wir uns von ein paar Regenschauern unterkriegen lassen?“, fragt Marketingleiter Jörg Grabowsky. „Schwierigen Herausforderungen stellen sich die Kolleginnen und Kollegen tagtäglich im Kinderdorf, im Seniorenheim, den Berufsbildenden Schulen oder eben auch hier. Genau das macht unsere Arbeit ja so spannend - es ist unser Ansporn, gemeinsam Lösungen zu finden. Das macht Mut und schweißt zusammen.“
 
Als Dankeschön für den ungebrochenen Optimismus schien die Sonne von 15 bis 18 Uhr pausenlos.
Kaum waren die ersten Kinder bei strahlend blauem Himmel in der Innenstadt angekommen, ging es auch schon rund: Torwandschießen, Dosenwerfen, den Ballschlucker füttern – mit leuchtenden Augen feierten die Kinder ihre Treffer. Dabei war die sogenannte Laufkarte immer im Gepäck, denn für jede erfolgreiche Aktivität gab es einen Stempel. Mit Stempeln übersät lohnte sich am Infostand der Tausch der Karte gegen ein kleines Präsent. Ob Riesenbaukasten, Malatelier oder Kinderschminken: Alle Angebote waren gleich beliebt.
 
Spiel für die Kleinen, Jobs für die Großen
Am Infostand standen sogar Familienwerksgeschäftsführer Martin Kupper sowie die Einrichtungsleiter Malica Belbouab (BBS) und Harald Kremser (Kinderdorf Uslar) Rede und Antwort zu den Themen Ausbildungsmöglichkeiten und freie Stellen beim Familienwerk.
Die heiß begehrte Buttonmaschine, an der eigene Buttons kreiert wurden hatte ihren Platz ebenfalls im Infozelt und war im Dauereinsatz. Auch die bunten, gasgefüllten Luftballons, die an alle Kinder verteilt wurden, waren der Renner.
 
Zahlreiche Helfer der einzelnen Einrichtungen des Familienwerks waren vor Ort und betreuten die Stände – wie beim Jakolo-Spielstand, den das Seniorenzentrum betrieb oder der Baustelle für Riesenbausteine vom „Kleinen Kindergarten“.
Unterstützung und tolle Spielideen gab es auch durch den Uslarer Tennisclub UTC, den TSV Wiensen oder das Familienzentrum.
Hoch hinaus ging es beim Ritt auf „Melchior“, dem wahrscheinlich größten Schaukelpferd. In luftiger Höhe schaukelnd peilten die Kinder gleich die nächste Mitmach-Aktion an. „Los Mama, komm, wir wollen weiter“ drängt ein kleiner Junge, kaum dass er die letzte Stufe der Leiter hinabgestiegen ist.
Eine kleine Verschnaufpause gönnten sich die Festbesucher als Zuschauer der Showdarbietungen. Auf der ersten Bühne zeigte der Moringer Schulzirkus „Circo Piccolino“ sein artistisch anspruchsvolles Programm aus Akrobatik, Tanz und Jonglage und lud Interessierte ein, es selbst einmal auszuprobieren.
 
An der zweiten Aktionsfläche gab der Schulchor der Rehbachschule Volpriehausen begeistert aktuelle Charthits zum Besten. Einige mutige Sängerinnen und Sänger übernahmen sogar Soloparts. Die Mädchen der „School Dancers“ schwangen tänzerisch Bälle in bunten Tüchern durch die Luft und das Einradteam des TSV Wiensen zeigt eine Choreographie auf dem Rad bei der Sterne, Kutschen und Pyramiden entstanden. Eine großartige Leistung auf dem unebenen Untergrund.
 
Hintergrund:
Das Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. ist eine starke Gemeinschaft in der rund 900 Mitarbeiter mehr als 2.500 Menschen in ambulanten und stationären Einrichtungen betreuen. Der Name ist Konzept: In elf niedersächsischen Städten und Gemeinden wurden regionale Dienstleistungszentren für Menschen geschaffen. Der gemeinnützige Verein bietet individuelle Hilfen für Kinder und Jugendliche, alte, kranke und behinderte Menschen. Viele Menschen vertrauen in den einzelnen Einrichtungsteilen auf die familienähnlichen Strukturen; ein großes Gemeinschaftswerk für hilfebedürftige Menschen.
 
Bildunterschrift:
Die jungen Artisten des Schulzirkus „Circo Piccolino“ sorgten für Staunen bei den kleinen und großen Besuchern.