Gewinner der Herzen in Hermannsburg: Albert-Spiele finden großen Anklang

[Hermannsburg] -Was könnte es Besseres geben als eine große Zahl unterschiedlichster, bewegungsbegeisterter Menschen; fünf ausgefallene, sportliche Disziplinen und ein großer Haufen Sportfreunde zum Anfeuern?
Ein kunterbuntes Rahmenprogramm, spannende Wettkämpfe und ein beinahe wolkenloser Himmel sorgten am Wochenende auf dem Gelände der Albert-Schweitzer-Behindertenhilfe Hermannsburg für reges Treiben. Die Behindertenhilfe hatte zu den „Albert-Spielen“ geladen und unzählige Menschen – ob groß, ob klein, ob mit oder ohne Handicap sind dieser Einladung gefolgt.
 
Bunte Vielfalt kam gut an
 
Auch wenn die Spiele eindeutig den Höhepunkt der Veranstaltung darstellten, so bot das Team den ganzen Tag ein abwechslungsreiches Programm. Wie ein roter Faden zogen sich Flohmarktstände mit Erinnerungsstücken, Kinderklamotten, Spielsachen oder auch Alltäglichem durch das Gelände. Zwischendrin der offizielle Infostand, an dem auch die Albert-Dollar erworben werden konnten, die natürlich ganz stilecht die offizielle Währung des Tages darstellten. Kaffee, Kuchen, Cocktails, Kaltgetränke und ein original „Shepherd’s Pie“ gab es zu kaufen. Führungen über das Gelände erlaubten auch Außenstehenden einen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken bei der Albert-Schweitzer-Behindertenhilfe in Hermannsburg.
 
Sportliche Teamleistungen
 
Den wertvollsten Einblick aber gab es wohl zum Start der lang ersehnten „Albert-Spiele“. Entstanden ist die Idee zu den Spielen in Anlehnung an die traditionellen Heide(land)-Games. Albert’s Baumschubser nahmen an den traditionellen Spielen bereits zweimal selbst teil und für die Albert-Spiele konnten sie sogar deren Moderator Thomas Hermsdorf (Hermannsburger Schottentage e.V.) gewinnen. Der Moderator zeigte sich auch außerhalb seines Jobs als „Profi-Moderator“ begeistert: „Ich bin beeindruckt von dem olympischen Geist und der großen Freude, die hier alle haben.“ Immerhin wetteiferten auf dem idyllischen und weitläufigem Gelände der Albert-Schweitzer-Behindertenhilfe am Samstag 14 Clans mit Handicap um den Sieg. „Farmer’s Walk“, „Throwing the Horse-Shoe“, „Barrel Rolls“, „Putting the Stone“ und “Tug-o-War” – so exotisch waren die Disziplinen. Doch Steine zu werfen, oder Fässer um ein Hindernis zu rollen mag auch keine alttägliche Beschäftigung sein. Dennoch: Die Teams zeigten allesamt ihre Power und Geschicklichkeit und beeindruckten damit nicht nur die begeisterten Zuschauer. Viele der Teilnehmer selbst fragten bei den Hermannsburgern an, wie es denn mit einem Wiederkommen im nächsten Jahr stehe.
 
Gewinner der Herzen
 
Für die Behindertenhilfe traten die bereits bekannten „Albert’s Baumschubser“ an sowie „Albert’s Baumschubser 2.0“. Beide Teams kämpften hart, wurden Gewinner der Herzen und waren hervorragende Gastgeber. Die Idee zu den Spielen wurde in den Tagesförderstätten – vor allem unter großem Einsatz von Silke Petersen – geboren und das dortige Team übernahm schließlich auch die Hauptorganisation. Die „Albert-Spiele“ waren ein Projekt von vielen, die im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Behindertenhilfe unter der Flagge des „Kultursommers“ stattfinden. Am Dienstag, 16. August um 17 Uhr kommt wieder Bewegung in den Kultursommer, denn dann spielen ELSA HELL auf dem Gelände ein Konzert. Großer und fulminanter Abschluss der Reihe bildet das Sommerfest am Samstag, 3. September von 11 bis 17 Uhr mit tollen Mitmachaktionen und viel Spaß und Unterhaltung für Jedermann.
 
Eine rundum gelungene Veranstaltung
 
Mit der Siegerehrung des Gewinnerclans – die „Jerusalem Bananas“ von der Lobetalarbeit - und einem Konzert der Irish-Folk-Band „GLENGAR“ endete dieser wundervoll inspirierende Sporttag, an dem einmal nicht olympische Medaillen im Vordergrund standen, sondern die tolle Leistung von 14 starken Clans, die nach nur mehrmaligen Probeeinheiten eine wirklich reife Leistung auf dem Platz zeigten. Die Zuschauer von fern und nah, die die Teilnehmer zahlreich anfeuerten, waren in jedem Fall restlos begeistert von den Spielen.
 
Hintergrund I:
 
Die Einrichtung im östlichen Celler Landkreis mit Standorten in Celle und Hannover gliedert sich in die stationäre Behinderteneinrichtung mit 110 Plätzen und den Familienentlastenden Dienst FED sowie die Jugendhilfeangebote mit neun stationären Plätzen, ambulanter Hilfe, Sozialtrainings für jugendliche Straftäter, Anti-Gewalt-Trainings, Schulsozialarbeit und Soziale Gruppenarbeit. Außerdem bietet die Einrichtung berufsvorbereitende Reha-Maßnahmen und Reha-Ausbildungen in den Bereichen Holz und Hauswirtschaft an.
 
Bildunterschrift: Sie gaben alles: Im Bild kämpfen "Albert's Baumschubser 2.0" gerade beim "Tug-o-War" - oder auch Tauziehen gennant.