25 Jahre Heidehäuser Hermannsburg „Ein Sommertagstraum“ - Die Geburtstagsfeier des Albert-Schweitzer-Familienwerk

Eine mutige Idee für ein Jubiläum einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen, viele kreative Mitarbeiter und Ideen sowie bestes Geburtstagswetter sorgten für einen wirklichen Sommertagstraum in den Heidehäusern in Hermannsburg. Viele Gäste, Angehörige, Freunde des Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. und natürlich alle Bewohnerinnen und Bewohner feierten einen ganzen Tag lang das 25-jährige Bestehen der Einrichtung. 20 Stände mit tollen Spielideen, Ponyreiten, Essen und Trinken waren über das großzügige Areal verteilt.

Für die meisten Bewohner ist es ein ganz normaler Sonnabend. Überall herrscht emsiges Treiben. Aber es doch irgendwie anders: Es sind deutlich mehr Menschen als sonst auf dem Gelände und ringsum stehen viele Zelte. Allseits ist Gewusel. Gut gelaunte Betreuerinnen proben gemeinsam mit aufgeregten Bewohnern auf Trommeln. Kurze und schnelle Schritte der Abteilung Hauswirtschaft zeigen, dass dieses eingespielte Küchen-Team gerade unter Belastung zu Hochform aufläuft. So viele Gäste und Bewohner müssen zeitgleich versorgt werden.

Mittendrin kontrolliert Einrichtungsleiterin Susanne von Zimmermann noch einmal alle Stände, bespricht letzte Details. Gelassen und gerne kommt sie der Bitte einer Bewohnerin nach, die ihr das Zimmer zeigen will, das sie extra aufgeräumt und besonders geputzt hat. Selbst durch den einsetzenden Nieselregen lassen sich die Pflegeprofis der Behindertenhilfe nicht aus der Ruhe bringen.

Pünktlich um 11:00 Uhr als Susanne von Zimmermann die zahlreichen Gäste und Bürgermeister Axel Flader begrüßt, geht die Sonne auf. Eigens wurde eine Bühne mit einer Rampe aufgebaut, damit möglichst viele Bewohner in einer kleinen oder großen Rolle mitwirken können. Über viereinhalb Wochen haben Bewohner und Mitarbeiter mit der Münchner Regisseurin Orsa Repp einen „SOMMERTAGSTRAUM“ geschaffen. Das Theaterstück in dem 40 Menschen mit Behinderung mit Begeisterung mitspielten, bildete den Höhepunkt des Geburtstages.

Es ist für dieses besondere Sommerfest ein Stück entstanden, in dem so manche Figuren aus dem „Sommernachtstraum“,  „Hamlet“, dem „Sturm“ und „Romeo und Julia“ die Bretter betreten, die an diesen Nachmittag die Welt bedeuten.

Da strömt zu Anfang das Meer heran, wirft einen Schiffbrüchigen auf eine Insel und lässt ihn um ein Stück Land, ein Stück Leben kämpfen. Da verirren sich tanzende Paare im Wald, weil ein kleiner Elf sie verzaubert. Da fragen sich nicht nur die Erzählerinnen, die das Stück begleiten, sondern sicher auch der Zuschauer: Wo sind Romeo und Julia? Wovon träumt Hamlet, wenn er schlafend auf der Bühne liegt? Wer ist die Braut, die singt? Und wo wollen die Gaukler hin? Doch ganz sicher heißt es zum Schluss: Ende gut – alles gut! Und dafür gab es reichlich Applaus, den alle Protagonisten auch sichtlich genossen haben.

Es war ein rundum gelungenes Fest, resümiert eine gut gelaunte Susanne von Zimmermann, die sich herzlich bei allen Mitarbeitern für die Doppelbelastungen der letzten Wochen bedankt. Viel Applaus und auch ein Dankeschön gab es für die weiteren Mitwirkenden der Sambatruppe, der Big Band der Realschule, dem Blasorchester Salinia, dem Posaunenchor Hermannsburg dem Discjockey Andreas Schott.