Gefragte Expertin: Susanne von Zimmermann bei der SPD-Bundestagsfraktion

Hermannsburg/Berlin: Gesetze bestimmen und formen unseren Alltag. Doch was passiert, wenn ein neues Gesetz eine Welle der Unsicherheit auslöst?

Bereits vor einigen Jahren ist das Bundesteilhabegesetz in der Politik ein Thema geworden. Erste Referentenentwürfe haben damals flächendeckend massive Protestwellen bei der Wohlfahrtspflege ausgelöst. Diese Zeichen blieben auch in der Politik nicht ohne Wirkung und so hat es nochmals Änderungen am Gesetzesentwurf gegeben.

Kurz vor Beschluss des Gesetzes am 30. November trat man seitens der Politik einen fachlichen Austausch mit Experten des Gebietes an. Zu diesem Expertengespräch in Berlin wurde auch Susanne von Zimmermann – vom Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. in Hermannsburg – von der SPD-Bundestagsfraktion geladen. „Die Gespräche waren toll, aber auch notwendig. Ich bin sehr froh darüber, von der SPD dorthin eingeladen worden zu sein. Es war ein sehr inhaltsreicher und konstruktiver Austausch, bei dem es vor allem noch mal um die kritischen Punkte im Gesetz ging.“

Susanne von Zimmermann, die als Einrichtungsleitung Chancen und Risiken des neuen Gesetzesvorschlags sehr gut abwägen kann, wünscht den beteiligten Politikern nun viel Erfolg und hofft, dass am 16. Dezember im Bundesrat nun die endgültige Abnahme des Gesetzes im Sinne der Behindertenhilfe erfolgen wird.

„Dass wir als Experten auftreten und fundiert über die Gesetzesentwürfe reden durften, ist ein sehr wertvoller Schritt. Ich würde mir ähnliche, möglichst rechtzeitige Gespräche auch für das SGB VIII wünschen.“

Bild: Susanne von Zimmermann (mitte) als Expertin im Bundestag mit (links) Kirsten Lühmann (MdB) und Dr. Clemens M. Kasper (Lebenshilfe Celle).