Soziales Engagement: Roland Kaiser mit Albert-Schweitzer-Preis ausgezeichnet


Cottbus/Uslar. Roland Kaiser hat am Donnerstag vor fast 900 Gästen in der Oberkirche St. Nikolai in Cottbus für sein herausragendes Engagement zugunsten sozial benachteiligter Menschen den Albert-Schweitzer-Preis der Kinderdörfer und Familienwerke erhalten. Der beliebte Sänger habe sich in der Vergangenheit immer wieder in besonderer Weise selbstlos für Hilfebedürftige eingesetzt, hieß es.

 

Per Videobotschaft gratulierte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und zeigte sich beeindruckt vom jahrelangen Engagement Roland Kaisers: "Trotz Deiner vielen Konzerte und trotz Deines Erfolges warst Du Dir nie zu schade Dich um den Zustand der Gesellschaft zu kümmern. Du nimmst Dir die Zeit für Menschen und Organisationen, die Dir am Herzen liegen, unter anderem als Botschafter und Patenonkel der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke. Du setzt Dich konsequent für Menschen ein, die am Rande stehen."

Auch Brandenburgs Bildungs- und Jugendminister Günter Baaske (SPD) würdigte die Verdienste Kaisers während der Preisverleihung mit einem Orgel-Konzert zu ehren Albert Schweitzers. Der Friedensnobelpreisträger, Urwald-Krankenhausarzt, Musiker, Theologe und Philosoph wäre am 14. Januar 141 Jahre alt geworden.

Roland Kaiser selbst, der seit mehr als 40 Jahren Bühnenpräsenz zeigt und bereits mehr als 90 Millionen Tonträger verkauft hat, zeigte sich gerührt: "Dieser Preis ist eine große Ehre für mich und zugleich eine Verpflichtung, die ich sehr gerne weiter wahrnehme. In erster Linie gebührt die Auszeichnung aber allen Menschen, die sich für benachteilige Menschen engagieren, wie die Kinderdorfeltern oder die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel. Sie übernehmen tagtäglich eine so wertvolle und wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft. Ich selbst kann nur dazu beitragen, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Wir müssen aber alle mithelfen. Der Preis ist ein Symbol. Es ist lohnenswert, sich zu engagieren - den Hilfsbedürftigen zuliebe."

Moderiert und auch konzipiert wurde die Preisverleihung vom Uslarer Jörg Grabowsky (Marketingleiter). Auch die gesamte Video- und teilweise die Tontechnik kam aus dem Süden Niedersachsens

Foto (von links).: Im Blitzlichtgewitter erfolgte die Preisübergabe Martin Kupper (Geschäftsführer Albert-Schweitzer-Familienwerk Niedersachsen), Kai Noack (Leiter Tafeln Familienwerk Brandenburg), Heiner Koch (Vorsitzender Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke), Preisträger Roland Kaiser, Günter Baaske (Brandenburgs Bildungs- und Jugendminister), Dr. Holger Wahl (Geschäftsführer Familienwerk Brandenburg), Edda Contenius (Vorstand Familienwerk Niedersachsen) und die Kinderdorfkinder Jasmin und Nico aus Mecklenburg-Vorpommern.

Hintergrund I: Der Albert-Schweitzer-Preis ist nun bereits zum sechsten Mal vergeben worden. Die Preisträger sind unsere langjährige Botschafterin Monique Egli Schweitzer, Enkelin Albert Schweitzers, die ehemalige Fußballnationalspielerin Nia Künzer, Prof. Dr. Otmar Schütze, Gründer des Erfurter Albert-Schweitzer-Kinderdorfs sowie Alexander Brochier, erster Vorsitzender des Albert-Schweitzer-Familienwerks Bayern und die Belegschaft der ContiTech Northeim für ihr besonderes Engagement zugunsten sozial benachteiligter Kinder. Der Preis, eine Bronzeskulptur, die von der bayrischen Künstlerin Irmingard Lochner kreiert wurde, symbolisiert eine gebende, nehmende und zugleich auch behütende Hand.

Hintergrund II: Roland Kaiser engagiert sich seit zehn Jahren als Botschafter für die Albert-Schweitzer Kinderdörfer und Familienwerke und als Schirmherr der Cottbuser Tafel des Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburg. „Mit seinem Engagement trägt uns Roland Kaiser in die Öffentlichkeit und macht somit auf die gesellschaftlichen Gegebenheiten für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aufmerksam“, so Margitta Behnke, Geschäftsführerin des Bundesverbandes. Für ihn sei es eine Herzensangelegenheit und Selbstverständlichkeit, seine Bekanntheit besonders für Kinder zu nutzen, die sozial benachteiligt sind und durch die unterschiedlichen Hilfeeinrichtungen der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke eine neue Chance erhalten, so Roland Kaiser selbst.

Hier finden Sie weitere Bilder der Veranstaltung. Vielen Dank an die Lausitzer Rundschau.