Gutes tun tut gut

Wohngruppe Wilschenbruch

In der Wohngruppe Wilschenbruch (WGW) können bis zu 13 Jugendliche und junge Volljährige betreut werden. Es stehen 9 Einzelzimmer mit zwei Gemeinschaftsbädern und 5 Apartmentplätzen mit jeweils eigenem Zimmer zur Verfügung.

Zusätzlich verfügt jedes Appartement über ein Badezimmer und eine Küche.

Die Rechtsgrundlage

Die Unterbringung und Betreuung erfolgt auf Grundlage der §§34, 35a (und 41) SGBVIII. Ebenfalls möglich ist eine Betreuung nach §35 SGBVIII.

Das Team

Das Betreuerteam besteht aus 11 sozialpädagogischen Fachkräften und einer Hauswirtschaftskraft. Die Betreuung erfolgt über Tag und Nacht und der Personaleinsatz wird den täglichen Anforderungen angepasst.

•         Eine Erziehungsleitung (19,25)

•         Eine Gruppenleitung (38,5)

•         Siebenköpfiges Stammdienstteam (je 38,5)

•         Eine Mitarbeiterin für den Vormittagsdienst (19,25)

•         Eine Schulsozialarbeiterin (19,25)

•         Eine Hauswirtschafterin (19,25)

 

Das Aufnahmeverfahren

 

Das Infogespräch

•         Das Infogespräch dient in erster Linie der Information des/der Jugendlichen, sowie deren Angehörigen und dem/der zuständigen ASD- Mitarbeiter/in.

•         Die Gruppenleitung stellt unser Angebot vor, erläutert unser Erwartungen und führt bei Interesse durch die Wohngruppe.

•         Nach dem Infogespräch entscheiden der Jugendliche, sowie die Sorgeberechtigten ob das Angebot grundsätzlich in Frage kommt.

•         Zum besseren Kennenlernen des Angebotes kann ein Besuchswochenende angeboten werden.

 

Das Besuchswochenende

•         Dient dem Erleben des Alltags in der WGW

•         Dem Kennenlernen der Bewohner und der Mitarbeiter

•         Dem Kennenlernen des Besuchers

•         Am Ende des Besuchswochenendes führt ein Mitarbeiter ein Reflektionsgespräch mit dem Besucher

 

Das Vorstellungsgespräch

•         Der/die Jugendliche „bewirbt“ sich um einen Platz in der WGW.

•         Dem/der Jugendlichen werden Fragen zu seinem/ihrem bisherigen Leben gestellt.

•         Eine erste Auftragsklärung erfolgt.

 

Die Aufnahme

•         Die Aufnahme erfolgt wenn der Jugendliche sich ein Leben in der WGW vorstellen kann.

•         Die Sorgeberechtigten zugestimmt haben.

•         Das Jugendamt zugestimmt hat.

 

Das Hilfeplangespräch

Im Hilfeplangespräch werden unter Federführung eines Mitarbeiters des Allgemeinen Sozialen Dienstes des belegenden Jugendamtes die Ziele der Maßnahme besprochen.

Diese Gespräche finden in der Regel in einem halbjährigen Rhythmus statt.

Beteiligt sind der/die Jugendliche, Sorgeberechtigte/Vormund, Erziehungs- oder Gruppenleitung der WGW sowie der Bezugsbetreuer.

 

Die Angehörigenarbeit

Die Ausgestaltung der Elternarbeit wird im gemeinsamen Hilfeplangespräch abgestimmt.

Wünsche und Vorstellungen der Beteiligten werden diskutiert und nach Möglichkeit berücksichtigt.

Themen hierbei sind unter anderem die Ausgestaltung und Häufigkeit von:

•         Besuchswochenenden

•         Telefonkontakten

•         Informationsaustausch

•         Beratungsgesprächen

 

Die Zielsetzungen

•         Die pädagogische Arbeit in der Wohngruppe Wilschenbruch ist systematisch aufgebaut.

•         Grundlage ist das pädagogische Leitbild.

•         Die Betreuungsbeziehung (Bezugsbetreuermodell) wird als ein wesentliches Element des erzieherischen Geschehens gesehen und gepflegt.

•         Mit jedem Bewohner werden laufend Entwicklungsziele erarbeitet, formuliert und weiterentwickelt.

•         Das Spannungsverhältnis von planvollem erzieherischem Handeln und der spontanen Entwicklungsdynamik der Kinder und Jugendlichen wird laufend reflektiert.

•         Für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bestehen klare Arbeitsplatzbeschreibungen.

•         Die Kinder und Jugendlichen werden an allen sie betreffenden Angelegenheiten altersgerecht beteiligt (Partizipation).

•         Gruppenpädagogische Methoden werden genauso eingesetzt wie individualpädagogische Elemente.

•         Der Freizeitbereich der Kinder und Jugendlichen wird aktiv gestaltet und betreut.

•         Das Setzen und Leben von Grenzen gehört genauso zum erzieherischen Alltag wie das Eröffnen von Möglichkeiten und Spielräumen

 

wilschbruch phasenmodell02

Das Phasenmodell

Die Betreuung und Förderung der Bewohner erfolgt auf der Basis eines Phasenmodels.

Hierbei dient das regelmäßige Gespräch des Bezugsbetreuers mit dem/der Jugendlichen über dessen Wünsche, Ziele sowie die Reflektion des bisher Erreichten als Grundlage für das Durchlaufen der Phasen. Im 6-wöchigen Rhythmus finden zudem Reflektionsgespräche zwischen dem/der Jugendlichen, dem Bezugsbetreuer und der Gruppenleitung statt.

 

Kontakt: Michael Göttsche
Erziehungsleiter

Reiherstieg 13
21337 Lüneburg

Tel.: 04131 / 22 01 057

goettsche(at)familienwerk.de