Generationen Hand in Hand

Wie Berufsschüler und Senioren im Albert-Schweitzer-Familienwerk voneinander profitieren

Menschen über Grenzen hinweg vereinen: Das ist eines von vielen sozialen Zielen des Albert-Schweitzer-Familienwerks e.V. Der gemeinnützige Verein mit Hauptsitz in Uslar unterhält elf verschiedenartige Einrichtungen. Innerhalb deren Angebotsstrukturen finden alte und junge Menschen, Menschen mit Handicap, psychisch erkrankte Menschen, aber auch andere Hilfsbedürftige sowie Angehörige und eben auch wissbegierige Schüler ihren Platz.

Die beiden räumlich kaum voneinander getrennten Einrichtungen – das Seniorenzentrum und die Berufsbildenden Schulen Uslar  – sind ein lebendiges Beispiel für diese Vielfalt. Und trotz des Generationenunterschieds leben Schüler und Senioren nicht einfach >>nebeneinander her<<.

Eine Gruppe Berufsschüler bot im Rahmen einer Projektwoche Bewohnern des Betreuten Wohnens vom Seniorenzentrum eine Plattform des gemeinsamen Austauschs. Thema des Angebots war „Auf dem Weg ins Internet – Senioren und Neue Medien“.

Herausgekommen ist ein reger und hilfreicher Austausch zwischen Jung und Alt. Nach einer allgemeinen Erfassung des Nutzungsverhaltens von Neuen Medien bei den Interessierten, konnten die Senioren und Seniorinnen noch kräftig Fragen stellen und Wünsche loswerden. So kam es dann auch, dass Schüler und Senioren zusammen SMS auf dem Smartphone verschickten oder die Welt von WhatsApp gemeinsam entdeckten. Mit einem anerkennenden Kopfnicken durften die Schüler zudem feststellen, dass manch ein Senior übergeordnetes Interesse an Videobearbeitung zeigt und so lotete man zusammen die Grenzen der gängigen Programme aus.

Zwei Generationen Tür an Tür, die von gegenseitigem Wissen und Erfahrung profitieren und sich in der modernen Welt begegnen: Das dürfte ein sehr vorbildliches „Nachbarschaftsbild“ abgeben. Am Schönsten jedoch ist, dass es nicht bei diesem Projekt bleiben soll. Viele Teilnehmer tauschten ihre Kontaktdaten aus, um auch weiterhin voneinander profitieren zu können. Ursula Siede wünscht sich ganz konkret: „Aus meiner Sicht wäre es begrüßenswert, wenn so ein Workshop mal wieder stattfinden könnte….“

Angedacht ist bereits, das Projekt im Rahmen einer regelmäßig stattfindenden Sprechstunde nachhaltig zu verankern und dadurch auch den Kontakt zwischen den Generationen in direkter Nachbarschaft zu fördern.

Ihre Erfahrungen aus der gemeinsamen, inspirierenden Projektarbeit haben die Schüler und Schülerinnen textlich festgehalten. Sie schließen diese Textarbeit mit folgendem Resümee:

„Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Woche viel Spaß gemacht hat, und dass beide Seiten viel voneinander lernen und profitieren können.“