Stipendium 2016: Preisträgerin hat die Zukunft im Blick

[Uslar]-Die Berufsbildenden Schulen des Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. in Uslar haben einen guten Grund zum Feiern. Zum vierten Mal wurde der Ideenwettbewerb „Pflege im Jahr 2050“ ausgeschrieben. Auch in diesem Jahr wieder mit Erfolg.

Mit großem Ideenreichtum überlegten sich die Teilnehmer, wie „Pflege“ im Jahr 2050 aussehen könnte. Kreativ und gleichzeitig kritisch erzählte Judith Keisch (Uslar) in ihrem Wettbewerbsbeitrag aus der Ich-Perspektive, wie Ihrer Ansicht nach ihr Alltag als „alte Dame“ im Jahr 2050 aussehen wird. Sie wäre dann um die 70 Jahre jung. „Schon das Lesen hat viel Spaß gemacht“, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin Astrid Walter in der Laudatio und gratulierte zum 1. Platz. Judith Keisch erhielt ein Stipendium zur Förderung der Ausbildung Pflegeassistenz. Der zweite Platz ging an Jacqueline Wieneke (Uslar-Offensen).

Walter begrüßte gemeinsam mit Schulleiterin Malica Belbouab die neuen Schüler und Schülerinnen der Berufsbildenden Schule im Namen von 873 Kolleginnen und Kollegen in unseren 11 Standorten in ganz Niedersachsen. Insgesamt 29 junge Männer und Frauen starteten am Donnerstag die anspruchsvolle Ausbildung in der Pflegeassistenz und der Heilerziehungspflege.

In ihrer Ansprache zum Ausbildungsbeginn erwähnte die stellvertretende Geschäftsführerin die Potentiale, die in den neuen Auszubildenden schlummern: „Sie werden sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Und Sie werden auch das eine oder andere Talent entdecken, von dem Sie bislang vielleicht selbst noch nichts ahnen!“ Dafür gäbe es an unseren Berufsbildenden Schulen und an den 11 Standorten im Albert-Schweitzer-Familienwerk in ganz Niedersachsen viele kreative Möglichkeiten.“

Schulleiterin Malica Belbouab machte deutlich, dass die Ausbildung jedem Einzelnen etwas abverlangt: „Es wird Ihre Aufgabe sein, alte Menschen und Behinderte in ihrem Lebensalltag zu begleiten – und das professionell. Das wird nicht immer einfach. Wir haben viel Verständnis dafür, wenn es Ihnen einmal zu schwer wird. Daher scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen.“

Doch nicht nur auf dem rein fachlichem Weg werden die angehenden Pflegeassistenten und Heilerziehungspfleger fit für ihren Job gemacht, ebenso lernen Sie, Alltagsproblemen mit Kreativität zu begegnen. Ausreichend kreative Erfahrung können die Schüler künftig in Theatergruppen und bei der Organisation von Schulveranstaltungen wie Fußballturnieren und Sommerfesten sammeln. Denn Fachlichkeit und Kreativität sind hier ineinandergreifende Werkzeuge.

Bildunterschrift:

Die besten Ideen im Wettbewerb „Pflege im Jahr 2050“ wurden ausgezeichnet. Im Bild sieht man die Gewinnerin Judith Keisch aus Uslar (zweite von rechts) sowie die Zweitplatzierte Jaqueline Wieneke aus Uslar-Offensen (zweite von links) zusammen mit Schulleiterin Malica Belbouab (rechts) und der stellvertretenden Geschäftsführerin des Albert-Schweitzer-Familienwerks Astrid Walter (links).