Ein Nachmittag für Sinne: Erzählcafé in der Altenhilfe


Die Bewohner und Bewohnerinnen der Altenhilfe waren kürzlich ganz schön gefordert, als es auf zum Erzählcafé ging. Der gemütliche Name des nachmittäglichen Angebots täuscht allerdings. Denn neben freudiger Geselligkeit, ging es beim Erzählcafé auch darum, in Gesellschaft fit zu bleiben. Kleine Spiele und Aktionen sorgten für Bewegungsspaß und Denksport gleichermaßen. Die Teilnehmer des Erzählcafés zeigten sich von dieser ausgewogenen Mischung gar so begeistert, dass sie sich selbst mit weiteren Aktionsideen einbrachten. So schlug Horst Lindner vor, in der Gruppe bis Hundert zu zählen und dabei keine Zahl zu nennen, die eine 7 enthält oder durch diese teilbar ist. Gesagt, getan; und beim spontanen Zahlensalat hatten alle viel Freude. Aber auch der Wissenstest in Sachen Verkehrstauglichkeit brachte Kurzweil. Ob in Deutschland, in Österreich oder der Schweiz – wie verhält man sich eigentlich bei welchem Schild? Wer die Antworten kannte, versuchte sich gleich am Sortieren von Bildern nach Alphabet. Das war manchmal schon ganz schön knifflig, denn Konzentration war stets gefragt.

Gelungene Kombination

Zur Abwechslung kamen neben dem Köpfchen an diesem Nachmittag auch einige andere Körperteile zum Einsatz. So verlangte ein Koordinationsspiel ein geschicktes Wechseln zwischen der Nase und dem Ohr. Wer sich da einmal vertan hatte, sah schnell aus, als wolle er sich verknoten. Keine Frage, dass das die beste Garantie dafür war, dass auch die Lachmuskeln zu ihrem Training kamen.

Ganzheitliches Konzept

Das Erzählcafé ist im Übrigen nur eine von vielen Aktionen, die regelmäßig in der Altenhilfe angeboten werden. Ein eigens angestelltes Team aus Ergotherapeut und Betreuern plant und organisiert Aktivitäten vom Gedächtnisspiel über gemütliche Festrunden bis hin zum kleinen Ausflug. Die Freude am Tun steht dabei selbstverständlich im Vordergrund, doch unbemerkt schleichen sich stets anregende oder trainierende Übungen zur besseren Alltagsbewältigung ein. So funktioniert größtmögliche Mobilität auch ohne starke Anstrengung und sogar mit Spaßfaktor, denn schon Albert Schweitzer wusste: „Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt...“.