Jung und Alt bewegt Demenz

Altenhilfe in Bleckede vereint Kinder und Senioren zum Weltalzheimertag

[Bleckede] -„Jung und Alt bewegt Demenz“ – das war das diesjährige Motto des Weltalzheimer Tages. Die Altenhilfe in Bleckede nahm das Motto wörtlich und kreierte eine eigene Themenveranstaltung für Jung und Alt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner genossen einen gelungenen Vormittag mit ganz besonderen Gästen aus dem Robert-Koch-Kindergarten in Bleckede. Doch diesmal waren es nicht die Kinder, die Musikalisches oder andere Überraschungen im Gepäck hatten. Ganz im Gegenteil: Die Senioren zeigten ihrem kleinen Besuchern, welche Spiele in ihrer Kindheit „der Hit“ waren.

Begeisterungsstürme und Jubelrufe

So folgten die Kindergartenkinder mit großer Begeisterung den Anweisungen der Ergotherapeutin Dörte Ringhand oder denen der Bewohner und lernten großartige Kinderspiele wie „Sackhüpfen“ und „Hinkekästchen“ kennen. Auch „Der Plumpssack geht um“ oder „Die Reise nach Jerusalem“ wurden an diesem gemeinsamen Vormittag mit viel Applaus und unter kräftigen Jubelrufen gespielt.

Zur Stärkung für Zwischendrin gab es Apfelsaftschorle, Obststückchen und Gemüsestreifen für alle. Übrigens waren das die typischen Häppchen für die damalige Zeit, als Süßigkeiten noch Besonderheit waren. Als der Vormittag sich seinem Ende neigte, hatten groß und klein bereichernde Ideen und Gedanken im Gepäck. Die Senioren erinnerten sich mit Freude an die eigenen Kindergeburtstage zurück und die Kinder haben auf besondere Weise ihr Spielrepertoire erweitert. Besonders freuten sich die Kleinen über das Abschiedsgeschenk der Bewohner: Jedes Kind erhielt ein selbstgebasteltes altes Kinderspiel – ein „Kugel-Fangbecher“ zum Trainieren der Geschicklichkeit.

Im Anschluss an den besonderen Austausch von Jung und Alt stellte Einrichtungsleiterin Anette Wölk noch ein neues Projekt vor: FIDEM – Frühzeitige Information und Hilfen bei Demenz.

Vernetzte Hilfe von Anfang an

Das Projekt umfasst Beratung, Betreuung und die Entlastung Demenzkranker und ihrer Angehörigen. Hausärzte, Ergotherapeuten, Beratungsstellen und niedrigschwellige Betreuungsangebote haben sich in Bleckede zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Anette Wölk machte allen Anwesenden Mut, den eigenen Hausarzt frühzeitig ins Vertrauen zu ziehen, sollte man Veränderungen an sich wahrnehmen. Denn sie weiß zu berichten, dass die Inanspruchnahme der vernetzten Angebote dabei helfen kann, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

„Da die Altenhilfe Bleckede schon viele Jahre ein niedrigschwelliges Betreuungsangebot für Demenzkranke in der Häuslichkeit anbietet, konnte eine Heimunterbringung der Betroffenen oftmals vermieden oder zumindest lange hinausgezögert werden“ spricht sie aus Erfahrung.

Bildunterschrift:

Gemeinsame Spielfreuden: Die Bewohner und Bewohnerinnen der Altenhilfe Bleckede zeigten Kindern des Robert-Koch-Kindergartens, welche Spiele es zu ihrer Zeit gab.